Als Sohn eines Fotografen und Filmemachers war für mich die Fotografie etwas Alltägliches. Dazu beigetragen hat die Tatsache, dass das kleinste Zimmer unserer Wohnung zu einer Dunkelkammer umfunktioniert worden war. Darin wurden Filme entwickelt und Vergrösserungen gemacht. Sowohl in Schwarz-Weiss, als auch farbig. Diese Arbeiten wurden von beiden Eltern gemacht und schon als kleiner Junge konnte ich dabei sein. Die Atmosphäre der „roten Dunkelheit“ und der Geruch der Chemikalien sind für mich noch heute gegenwärtig. Die Vergrösserungen wurden an den weissen Wänden der Küche getrocknet und haben immer mein Interesse geweckt.
Die meisten Sommerferien habe ich in der Hohen Tatra verbracht, wo die meisten Filme und Fotografien meines Vaters entstanden sind. Unsere Familie war ein Teil seiner Filmequipe und so konnte ich etwas wie „fotografisches Handwerk“ nebenbei erlernen.
Wann ich angefangen habe zu fotografieren weiss ich nicht. Aber seit dem Jahr 1972 fotografiere ich mit ganz kleinen Unterbrechungen praktisch immer. In dieser Zeit gab es sowohl sehr intensive als auch weniger intensive Phasen.
Rückwirkend kann man sagen, dass ich mich im Wesentlichen mit zwei Themen beschäftigt habe. Ein Thema ist Landschaftsfotografie, wobei diese eine Art Unterkategorie Bäume hat.
Das andere Thema ist schwieriger zu beschreiben. Es geht um das „Entdecken des Alltäglichen“. Es sind Fotos, teilweise im Makrobereich, von etwas, das wir täglich sehen bzw. betreten: Wasser, Sand, Schlamm, Gras. Im Sommer wie im Winter, trocken, nass, oder steinhart gefroren.
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